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Invasive Neophyten verdrängen durch ihre Wuchsstärke einheimische, an unsere Ökosysteme angepasste Pflanzen. Wer hilft uns, die invasiven Neophyten auszureißen oder zu graben? Termine nach Absprache. Kontakt per E-Mail an aku-bochum@aku-bochum.de oder per Telefon unter 02 34/ 66 444.

Wir haben die Ratgeber zum Klimaschutz und Energie sparen aktualisiert.

Die Termine für den Umweltspürnasenpass 2010 sind online!

Samstags Kopfweidenschnitt: Wir suchen HelferInnen zum Zusammentragen der Äste, zum Schneiden (Motorsägenschein wäre ideal) und ein Fahrzeug zum Abtransport des Schnittgutes (bitte Anruf unter 0234/350656 oder 0151/24222334).

Neu: Unsere Kindergruppe Unsere Kindergruppe trifft sich jetzt samstags vormittags.

Halloween im Tierpark – Veranstaltung mit dem AkU

Der Aku wurde 25 Jahre alt. Wir begingen den Geburtstag mit Baumpflanzungsaktionen.

Neues zum Igelschutz.

Der globale Klimawandel betrifft alle –mit dem Heizspiegel und Ratgebern zum Klimaschutz lokal anfangen.

Neues aus dem Bochumer Agenda-Prozess – Arbeitsgruppen zum Natur- und Klimaschutz gegründet.

Invasive Neophyten – ein Problem für den Naturschutz

Beschreibung folgt
Riesen-Bärenklau, Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
 
Beschreibung folgt
Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
 
Beschreibung folgt
Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica)

In Bochum kommen einige Pflanzenarten vor, die für den Naturschutz ein ernsthaftes Problem darstellen. Diese Pflanzen sind den meisten bekannt, wenn auch nicht unter der wissenschaftlichen Bezeichnung "Neophyten" (griechisch: neo = neu; phyton = Pflanze; Einzahl: Neophyt, Mehrzahl: Neophyta, eingedeutscht Neophyten). Es handelt sich um Pflanzen, die nach der Entdeckung von Amerika durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492 durch den Menschen bei uns eingeschleppt wurden. Von den 12000 nach Deutschland eingeschleppten Arten wachsen ungefähr 1000 zerstreut, ca. 400 vermehren sich seit Längerem ohne weiteres menschliches Zutun. Umgefähr 50 Arten sind sogenannte "Invasive Neophyten", die auf Grund ihrer Wuchsstärke flächendeckende Bestände bilden und einheimische, an unsere Ökosysteme angepasste Pflanzen verdrängen, da sie im Frühjahr schnellwachsend geschlossene Bestände bilden und allen anderen Pflanzen das Licht wegnehmen.

Bei uns trifft dies besonders auf drei Arten zu, die bevorzugt an feuchten Standorten in Bach- und Flußauen vorkommen. Es sind dies die Herkulesstaude, das Drüsige Springkraut und der Japanische Staudenknöterich, der auch an trockeneren Standorten wie zum Beispiel an Straßenrändern und Eisenbahnböschungen wächst. Auf Grund der Verdrängungseffekte einheimischer Pflanzen ist die Bekämpfung dieser drei Arten insbesondere in Naturschutzgebieten sinnvoll, aber nur mit großem Aufwand durchzuführen. Alle drei Arten brauchen viel Licht (sonnige Standorte). Das Anpflanzen von größeren Bäumen, die möglichst bald ein geschlossenes Kronendach bilden, kann diese Neophyten zurückdrängen. Ansonsten ist das Ausgraben oder Ausreißen die beste Beseitigungsmöglichkeit. Nachdem der AkU bereits in den 90iger Jahren Herkulesstauden bekämpft hat, führt er seit 2004 in Absprache mit den zuständigen Behörden regelmäßige Bekämpfungsmaßnahmen und Kontrollen, insbesondere in Bochumer Naturschutzgebieten, durch. Hierfür sind jederzeit HelferInnen erwünscht, auch wenn diese nur gelegentlich mitmachen können.

Eine Aussaat oder Auspflanzen von Neophyten ist verboten. Hierzu das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz: "Nach § 61(3) Landschaftsgesetz dürfen gebietsfremde Pflanzen wild lebender und nicht wild lebender Arten nur mit Genehmigung der Höheren Landschaftsbehörde in der freien Natur angesiedelt werden. Die Genehmigung ist hier zu versagen, weil durch Invasive Neophyten eine Gefährdung des Bestandes oder der Verbreitung heimischer wild lebender Pflanzenarten oder von Populationen nicht auszuschließen ist".