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Invasive Neophyten verdrängen durch ihre Wuchsstärke einheimische, an unsere Ökosysteme angepasste Pflanzen. Wer hilft uns, die invasiven Neophyten auszureißen oder zu graben? Termine nach Absprache. Kontakt per E-Mail an aku-bochum@aku-bochum.de oder per Telefon unter 02 34/ 66 444.

Wir haben die Ratgeber zum Klimaschutz und Energie sparen aktualisiert.

Die Termine für den Umweltspürnasenpass 2010 sind online!

Samstags Kopfweidenschnitt: Wir suchen HelferInnen zum Zusammentragen der Äste, zum Schneiden (Motorsägenschein wäre ideal) und ein Fahrzeug zum Abtransport des Schnittgutes (bitte Anruf unter 0234/350656 oder 0151/24222334).

Neu: Unsere Kindergruppe Unsere Kindergruppe trifft sich jetzt samstags vormittags.

Halloween im Tierpark – Veranstaltung mit dem AkU

Der Aku wurde 25 Jahre alt. Wir begingen den Geburtstag mit Baumpflanzungsaktionen.

Neues zum Igelschutz.

Der globale Klimawandel betrifft alle –mit dem Heizspiegel und Ratgebern zum Klimaschutz lokal anfangen.

Neues aus dem Bochumer Agenda-Prozess – Arbeitsgruppen zum Natur- und Klimaschutz gegründet.

Kopfweiden

Arbeitskreises Umweltschutz Bochum e. V. (AkU) beschneidet Kopfweiden

–Bilder in der Fotogalerie –

Kopfweide im Ruhrtal
 
Sägen alter Äste
 
Abtransport der abgesägten Äste
 
Geschnittene Kopfweiden

Im Ruhrtal stehen einige wenige alte, stattliche, natürlich gewachsene Weiden. Die meisten Weiden wurden jedoch als Kopfbäume genutzt, welche eine gänzlich andere Wuchsform aufweisen. Diese Weiden wurden in einer Stammhöhe von ca. 1,2 bis 2 Metern gekappt und die nachwachsenden jungen Trieben meistens jedes Jahr abgeschnitten und zu Körben geflochten. Durch das häufige Schneiden entwickelte sich eine Verdickung, der Kopf, aus dem immer wieder junge Zweige austrieben. Nach dem Krieg kam der Weidenschnitt zum erliegen. Die Weidenkörbe wurden durch solche aus Plastik ersetzt. Die Bäume entwickelten große Kronen. Das weiche Stammholz kann die Last der großen Äste aber nicht dauerhaft tragen, da die normale Baumstatik durch den ständigen Schnitt stark gestört ist. Irgendwann bricht der Stamm unter der Last der großen, schweren Äste auseinander. Der Stamm von Kopfweiden stellt aber eine unter Naturschutzaspekten wertvolle Kulturform dieser Baumart dar. Im Bereich des Kopfes entstehen leicht Faulstellen, welche sich zu Höhlen entwickeln. Diese sind für Höhlenbrüter, insbesondere für Eulen und auch für Fledermäuse eine gern angenommene Behausung. Das weiche Stammholz wird von Insektenlarven zerfressen. Häufig siedeln sich Pilze an.

Um die Stämme der Weiden zu erhalten, müssen die Äste alle paar Jahre abgeschnitten werden. Der AkU macht dies seit einigen Jahren in Bochum. Die Kopfweiden am Knöselsbach, unterhalb der Kosterbrücke am Reiterhof Balte, wo mit dem Schnitt begonnen wurde, werden in den nächsten Jahren alle einem Pflegeschnitt unterworfen. Zuletzt wurden diese Bäume vor ca. 20 Jahren vom Vorgänger des heutigen NABU geschnitten.

Damit auch in Zukunft die für das Ruhrtal in den letzten Jahrhunderten so typischen Kopfweiden wachsen, pflanzt der AkU auch neue Weidenstämme.

Für diese Aktionen, die an Samstagen im Januar oder Februar stattfinden, werden HelferInnen gesucht:

  • Zusammentragen der Astabschnitte
  • Pflanzen der neuen Stämme
  • Absägen der Äste. Dazu ist ein "Motorsägenschein" Voraussetzung. Gärtner, welche über einen solchen verfügen, sind für ein bis zwei Termine von zwei bis drei Stunden pro Jahr sehr willkommen.